Die Rubrik ist ein Sammelgefäss von Gedanken, die mich während meiner Beratertätigkeit beschäftig(t)en. Dazu gehören Managementthemen, politische Sichtweisen und Positionen.
Inhaltsübersicht
ARBEITSWELT (AW)
MANAGEMENT (MG)
POLITIK (PL)
Das Image der Berufslehre muss gestärkt werden. Denn nicht Kaderleute fehlen den Firmen, sondern Fachkräfte.
Die jüngere Generation an Arbeitskräften verlangt nach flexibleren Arbeitszeitmodellen. Man kann das gut oder schlecht finden. Doch gerade in Zeiten des Fachkräftemangels können Unternehmungen mit kreativen Angeboten nur gewinnen, wenn sie sich darauf einlassen. Bereits gibt es solche Firmen.
Die Kurzsichtigkeit hat sich seit der Existenz von Smartphones verschlechtert. Die Augen der jüngeren Generationen verschlechtern sich in einem rasanten Tempo. Forscher sprechen mittlerweile von einer weltweiten Myopie-Pandemie. Die konkreten Folgen – je nach Studie – sind langfristige Fehlsichtigkeit, abnormales Augenwachstum sowie akute Reizung und Müdigkeit. Trotzdem: Mit einfachen Methoden lässt sich diese Entwicklung bremsen.
Das Grundproblem beim Neid ist das Vergleichen. Wir verspüren das Neid-Gefühl immer dann, wenn wir uns mit einer anderen Person messen und feststellen, dass sie uns in irgendeiner Weise überlegen erscheint. Das kann eine Eigenschaft, eine Leistung oder eine Errungenschaft sein. Fokussiert auf das (Fach-)Wissen und Können resultiert der Wunsch, über dieses Knowhow genauso zu verfügen. Insbesondere schwer zu ertragen ist es, wenn uns die betreffende Person besonders ähnlich erscheint. Unter gleichartigen Berufsgruppen respektive unter Expertinnen und Experten ist Neid häufig anzutreffen.
Vertrauen ist die Basis aller Beziehungen im Privaten wie im Beruflichen. Es ist ein Gefühl, das entweder auf sich selbst bezogen ist, im Glauben der eigenen Stärken und Fähigkeiten. Das nennt man Selbstvertrauen. Oder es ist gleichermassen auf andere gerichtet. Das nennt man Fremdvertrauen. In der Arbeitswelt gleicht letzteres einem wichtigen und unschätzbaren Wert, der Nähe schafft und zu stabilen Bindungen zum Gegenüber führt.
Der Zusammenhang zwischen Beziehungs-/Bindungsstärke und Konfliktfähigkeit ist bekannt. Letztere ist die Folge der ersteren und erstrebenswert. Sie kann durch Kontakthäufigkeit erreicht werden.
Auf das Thema «Sitzungsmanagement» trifft man, wenn so genannte Zeitfallen reduziert resp. eliminiert werden sollen. Diese liegen gemäß Studien insgesamt zwischen 10 und 20 Prozent. Meetings gehören zum Arbeitsalltag. Aufgrund der summarisch hohen Zeit macht es Sinn, genau hinzuschauen. Sitzungen müssen stets ein Ziel haben, effektiv (die richtigen Dinge tun) und effizient (die Dinge richtig tun) sein.
Agilität ist in vielen Organisationen zum Schlagwort von Dynamik geworden. Dadurch wird impliziert, dass die geistige, strukturelle und organisationale Beweglichkeit notwendig sei, um den aktuellen und künftigen Herausforderungen begegnen zu können.
Immer wieder geraten wir in Situationen, wo wir den inneren Widerspruch zwischen Denken und Handeln spüren. Ist beides nicht deckungsgleich, macht sich Stress bemerkbar.
Eine Führungsperson ist noch keine Führungspersönlichkeit. Oft werden Mitarbeitende in Leitungspositionen berufen, denen sie nicht gewachsen sind. Erreicht wird nach der These von Laurence J. Peter[1] die so genannte Stufe der Inkompetenz. Mit der Folge, dass ein oft langer Leidensweg seinen Anfang nimmt; für die Leitungsperson selbst und insbesondere für die Mitarbeitenden. Wie gross die Auswirkungen solcher Fehlbesetzungen sind, lässt sich nur erahnen.
Mediation ist eine Methode zur Konfliktlösung zwischen zwei oder mehreren Parteien. Ein unparteiischer Vermittler unterstützt die Parteien, ihren Streit einvernehmlich zu lösen. Die Mediation ist dann erfolgreich, wenn sie bestimmten Erfolgsfaktoren entspricht.
Führungspersönlichkeiten erkennt man an ihrer Haltung. An der äusseren und insbesondere an der inneren. Sie widerspiegelt die Einstellung, die grundsätzliche Denkweise und Überzeugung einer Person zu bestimmten Themen, Werten oder Prinzipien. Das gilt insbesondere auch für Lehrpersonen.
«Wer führen will, muss fühlen können.» - Dieser Appell für mehr Empathie im Management richtet sich an Leitungspersonen mit Personalverantwortung. Es geht dabei nicht darum, die Organisation in einen Ponyhof zu verwandeln. Vielmehr sind aufrichtige Wertschätzung, ehrliche Kommunikation und Einfühlungsvermögen entscheidend für die Unternehmenskultur und den Erfolg.
Die Kräfteverhältnisse bei Abstimmungen und Wahlen verschieben sich. Die Älteren gewinnen an Einfluss, oder: das Volk ergraut. Für die Jugend heißt das: Sie muss zum einen mehr für ihre Belange kämpfen und zum andern muss die politische Bildung an den Bildungsinstitutionen der Sekundarstufe 2 verstärkt werden.
Siehe auch den Denkanstoss unter www.strategiedialog21.ch
Die Bezeichnung «Letzte Generation» impliziert, dass nach dieser – auf die Menschheit bezogen – nichts mehr komme. Die Etikette bedeutet demnach, dass nach dieser Generation alles zu Ende sei. Sich eine solche Endzeit-Bezeichnung anzueignen, grenzt an Unverschämtheit. Zugleich ist sie ein Affront all denen gegenüber, die – wie das frühere Generationen auch getan haben – an die Zukunft glauben und diese mit legalen Mitteln gestalten. Eltern mit Kleinkindern fragen sich, wie sie denn ihre Nachkommen betiteln sollen, wenn die «Letzten» anscheinend schon da sind.
Die Kräfteverhältnisse bei Abstimmungen und Wahlen verschieben sich. Die Älteren gewinnen an Einfluss, oder: das Volk ergraut. Für die Jugend heißt das: Sie muss zum einen mehr für ihre Belange kämpfen und zum andern muss die politische Bildung an den Bildungsinstitutionen der Sekundarstufe 2 verstärkt werden.
Abstimmungsergebnisse in der Schweiz zeigen mit Blick auf die Zukunft ein düsteres Bild. Drei Viertel der stimmberechtigten Bevölkerung gehen nicht an die Urne. Dieses Wohlstandsphänomen ist insofern problematisch, weil vor allem die junge Generation der Urne überproportional fernbleibt. Dabei geht es um ihre Zukunft.
Mit dem Kanton Zürich hat Mitte Mai 2022 ein weiterer Stand über das Stimmrechtsalter 16 abgestimmt. Das Ergebnis mit der Zweidrittel-Ablehnung muss als wuchtig bezeichnet werden. Es ist davon auszugehen, dass das Resultat – immerhin ist Zürich ein Grosskanton – Folgen für die Gesamtschweiz haben wird. Trotzdem muss festgehalten werden, dass die Auswirkungen der zwei neuen Jahrgänge bei einer Annahme und bei künftigen Abstimmungen praktisch nutzlos geblieben wären. Mit der Überalterung unserer Gesellschaft liegt das Problem anderswo, nämlich im hohen Stimmgewicht der älteren Generation. Dieses führt dazu, dass die Jungen stets überstimmt werden. In absehbarer Zeit kann dies zu einem Generationenkonflikt führen. Und niemand hat Schuld daran.
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